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Noch’n Reisebericht

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Ich war zum 15. Mal in Schweden und zum ersten Mal in Finnland.

Montag

Ich bin doch tatsächlich um fünf Uhr morgens aufgestanden, um den Flug zu erwischen. So früh kann ich aber nichts futtern, ergo war mein Magen irgendwann sehr leer und als ich ankam, aß ich meinen Eltern erst mal den halben Kühlschrank leer. Viel mehr habe ich an dem Tag auch nicht gemacht, außer mit meiner Mutter Gras zu holen. (Das grüne Zeugs, das auf Wiesen wächst, bevor irgendwer fragt. Ihr Hase muss ja auch von irgendwas leben.) Als ich durch Stockholm fuhr, fielen mir irgendwann die ganzen Regenbogenflaggen auf. Stellte sich raus, genau zu der Zeit, in der ich in der Gegend war, war Stockholm Pride. 😀

Dienstag

Bad im örtlichen See. Und zwar um halb acht morgens. Noch vorm Frühstück. Da war das Wasser noch so kalt, dass ich hinterher immerhin von mir behaupten konnte, wach zu sein. War aber ganz cool (no pun intended). Später an dem Tag sind wir nach Värmdö gefahren. An diesem Ort ist mir aufgefallen, dass Schweden im Grunde ein einziger großer Naturporno ist. Ich habe alleine an diesem Ort ungefähr drei Millionen Fotos gemacht (die ich selbstverständlich alle, genau wie die anderen der Reise, auf Flickr hochladen werde). Übrigens fuhr auch in Värmdö ein Dampfer mit Regenbogenflagge herum…

Mittwoch

Was ist besser als ein Bad in einem See? Ein Bad in einem Meer. Und so begaben mein Vater und ich uns zu einem Ostseestrand. Es war wirklich sehr schön dort. Ich bade auch sehr gerne im Meer, habe nur leider selten die Gelegenheit dazu. (Das letzte Mal war 2012 im französischen Baskenland.)

Donnerstag

Ausflug in eine Küstenstadt ca. 60 Kilometer südlich der schwedischen Hauptstadt. Ich habe mir den Hafen und die örtliche evangelisch-lutherische Kirche angesehen, einen lyxshake getrunken und ein paar Postkarten gekauft. Ich habe sie noch am selben Tag verschickt, bis jetzt (11.08., 12:21 h) ist aber nur eine davon angekommen. Seltsam.

Freitag

Mein Vater hatte angeregt, einen Tagesausflug nach Finnland zu machen. Ursprünglich wollten wir nach Helsinki, aber das hätte doch sehr viel Zeit in Anspruch genommen, also haben wir stattdessen einen Ausflug nach Åland gemacht. Wie ein Freund sagte: „Die Region, die finnisch ist, sich aber für schwedisch hält.“ Einzige offizielle Amtssprache ist Schwedisch und man sieht (außer am Fährhafen) nirgendwo die finnische Flagge. Nur schwedische und die von Åland. Bezahlt wird mit Euro, vielerorts werden auch Schwedische Kronen akzeptiert. Und es geht noch weiter: Ich war in der Kirche von Eckerö. Dort gibt es Gesangsbücher der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands, aber sie sind auf Schwedisch… Aufgrund des Autonomiestatus haben die Ålander eigene Kennzeichen, die nicht aussehen wie die finnischen.

Åland war über Jahrhunderte ein Zankapfel verschiedener Staaten. Schweden, Russland und Finnland (und wenn ich das richtig sehe, auch noch andere) haben sich darum gekloppt. Seit gut hundert Jahren gehört diese Inselgruppe nun also als entmilitarisierte, autonome Zone zu Finnland. Besonders deutlich war die bewegte Vergangenheit zu merken, als ich Kastelholm besichtigte. Dort konnte man viel darüber erfahren. Auch sonst fand ich Kastelholm sehr interessant. Man konnte dort bspw. mittelalterliche Kleidung anprobieren. Stand mir sogar ganz gut. 😀

Samstag

Pausentag.

Sonntag

Stockholm. Ich war im Gottesdienst der dortigen Deutschen Kirche. Der Kirchenvorsteher fragte zu Beginn, wer wie weit angereist ist. Ich mit meinen 1200 Kilometern war nicht die Gewinnerin. Die Pastorin arbeitet normalerweise in Düsseldorf, es gab Besucher aus Stuttgart und der Schweiz.

Nach dem Gottesdienst liefen Vater, Bruder und ich durchs regnerische Stockholm und fanden dort einen Laden, in den ich mich sofort verliebt habe. Es gibt dort so viel Nerdkrams, dass ich ihn halb leer kaufen könnte. Wer ihn auch sehen will: Västerlånggatan 48.

Montag

Ich musste um fucking halb fünf aufstehen, um meinen Rückflug zu kriegen. Der verlief ganz gut, von kleineren Turbulenzen mal abgesehen. Und ich konnte diesmal, anders als auf dem Hinflug, tolle Luftbilder schießen.

Und sonst so?

Ich habe es selten erlebt, dass es in Schweden wärmer ist als in Deutschland. Diesmal war es aber so. Es war in Schweden (bis auf die letzten beiden Tage) so warm, dass es in der Nähe von meinen Eltern sogar einen Waldbrand gegeben hat. Es ist aber niemand zu Schaden gekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Reisebericht-, äh, Kitschautorin

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Gedanken beim Lesen des Flimmo

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Die Ausgabe, die ich heute bespreche, beinhält (-haltet?) ein Special zum Thema “Star Wars”. Dazu kann ich gar nicht so viel sagen, da ich die Filme nicht kenne. Das Special endet allerdings mit einigen Tipps für Eltern. Die Ratschläge, nicht alle Merchandise-Produkte zu kaufen und eigene Star-Wars-Spiele zu entwickeln, finde ich richtig gut. Man will ja auch nicht, dass die eigenen Kinder total verwöhnt und unkreativ werden. Die Idee, die Filme zusammen mit dem Nachwuchs zu gucken, finde ich auch ganz gut, allerdings glaube ich kaum, dass sich Kinder darauf einlassen, zumindest nicht ältere. Ich hätte in dem Alter keine Lust gehabt, Sachen nur unter der Aufsicht der Eltern tun zu dürfen.

Wer das Fernsehen als Strafe oder Belohnung einsetzt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es damit an Bedeutung gewinnt und der Reiz noch größer wird. Bei schlechten Noten sollte man lieber gemeinsam nach Ursachen suchen und über Lösungen nachdenken.

Das kann ich bestätigen. Meine blauen Briefe der Klassen acht bis zehn resultierten daraus, dass ich lieber vorm Fernseher hing, als zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Verbote brachten aber nichts. Ich setzte bei Verboten alles daran, doch irgendwie fernzusehen oder wenn das nicht klappte, wenigstens irgendwas anderes zu machen. Gelernt hab ich in solchen Fällen jedenfalls nie.

Es ist übrigens interessant, wie doch die Meinungen über ein bestimmtes Thema auseinandergehen können. In der Rubrik “Rundum vermarktet” wird Benjamin Blümchen besprochen und kommt gut weg. Ein Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, verdammt den Klassiker mehr oder weniger, da er ein zu negatives Bild von Politik zeichnet.

Leider muss ich wieder meckern. Die Einstufung der Serien ist immer noch merkwürdig. Eine Serie wie “The Big Bang theory” steht unter der Kategorie “Kinder finden’s prima”. Ich habe mit Leuten gesprochen, die die Serie häufiger gucken als ich, und sie sind der Meinung, dass es aufgrund des Humors eher nicht für Kinder bis 13 Jahren geeignet ist. Richtiger Müll wie Christopher Posch, “Mitten im Leben” oder “Schwiegertochter gesucht” steht nur unter “Mit Ecken und Kanten” und nicht etwa unter “Nicht für Kinder”, wohin er gehört. Dabei sind die Begründungen sogar ziemlich gut. Das erinnert mich an meinen ehemaligen Deutschlehrer aus der Zehnten, der immer werweißwieviel an meinen Aufsätzen auszusetzen hatte und mir dann doch eine Drei minus gab.

Es stand diesmal zwar mehr Gutes drin, aber wenn ich Kinder hätte, würde ich mich immer noch nicht auf den Flimmo verlassen. (Es ist sowieso keine gute Idee, sich dafür allein auf ein Heft zu verlassen. Selber durchs Programm surfen ist besser.)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin