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Warum ich meine Bachelorarbeit in Pädagogik und nicht in Politik schreiben werde

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In Pädagogik haben wir eine Fachstudienberatung. Sie kann an vier Tagen in der Woche für vier Stunden besucht werden. Wenn man dahingeht, weil man bspw. wissen möchte, welche Kurse man noch braucht, sagen es einem die netten Studenten – und auch außerhalb der Beratung wimmelt es nur so vor hilfsbereiten Menschen. Die Dozenten geben sich Mühe, die Veranstaltungen interessant zu halten.

In Politik gibt es eine Fachstudienberatung, von der ich erst im vierten Semester erfahren habe. Wenn ich vorher wissen wollte, was mir an Kursen noch fehlt, musste ich zum Prüfungsamt, die für mich zuständige Frau ist aber jetzt im Vorruhestand. Ich habe einige Tage gebraucht, um herauszufinden, wer sich jetzt um mich kümmert. Sprechstunde der Beratung für meinen Studiengang (zur Erinnerung: 2-Fächer-Bachelor Politik) ist am Dienstag von zehn Uhr dreißig bis zwölf Uhr dreißig. Ich habe am Dienstag dahingemailt, welche Kurse ich noch brauche, weil die Uni am Montag wieder losgeht, und bekam heute zur Antwort, ich fände das alles doch im Uniportal und im Modulhandbuch – es folgte eine samt Anrede aus einer Mail an eine andere Studentin herauskopierte Anleitung. Der Berater ist der Mann, der an meinen Werken der Veranstaltung “Techniken wissenschaftlichen Arbeitens” lauter nichtige Sachen kritisiert hatte (ich hätte in einer Arbeit über den Wahl-o-mat nicht genug Offline-Quellen verwendet etc.). Und das Studium ist zwar interessant, aber die Dozenten schaffen es häufig genug, selbst interessante Themen sehr schnarchig zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Ein vorlesungsfreier Tag

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Es gibt nette Dozenten und es gibt merkwürdige Dozenten. Den netten Dozenten habe ich heute in der Uni aufgesucht, weil ich eine Unterschrift von ihm brauchte. Er geht nächstes Semester in Elternzeit, also in ein paar Tagen, und wenn sein Büronachbar Recht hatte, ist er dort sogar schon. Und ich hatte keinen Termin. Trotzdem hat er sich bereit erklärt, sich um den Eintrag im Studienbuch zu kümmern. Dienstag kann ich es mir wieder abholen.

Der merkwürdige Dozent ist Teil einer Doppelspitze, die die Kombiveranstaltung “Einführung in die Politikwissenschaft” und “Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für PolitikwissenschaftlerInnen” anführt. Er hat jetzt alle Texte, die wir in dieser Kombiveranstaltung schreiben mussten, korrigiert hochgeladen. Was daran merkwürdig ist?

1.) Die Texte liegen in einer einzigen PDF-Datei vor, die 408 Seiten lang ist.

2.) Das Inhaltsverzeichnis ist so unkonkret geschrieben, dass es bei der Suche nicht weiterhilft. Da steht bspw. im Unterkapitel “Sitzungsprotokolle vom 4. Dezember” einfach zig Mal “Sitzungsprotokoll”.

3.) Die Texte sind anonymisiert (nicht einmal eine Matrikelnummer steht dabei) und totkorrigiert, sodass ich mein Sitzungsprotokoll bislang nicht einmal an den Formulierungen wiedererkannt habe.

4.) Die Korrekturen zu meinem wissenschaftlichen Kurztext sind lächerlich. Ich spiele im Besonderen auf zwei Kritikpunkte an. Ich solle doch mehr Offline-Quellen verwenden. Tolle Idee beim Thema “Wahl-o-mat”. Und das Allertollste: Der Dozent rügte meine Schreibweise des Wortes “Wahl-o-mat”. Wenn einem sonst nix einfällt…

Was ich sonst noch so gemacht habe? Ich habe meine neue Mitbewohnerin kennen gelernt. Sie ist sehr nett. Außerdem ist es cool, jemanden in der Bude zu haben, der mit dem Studium genauso weit ist wie man selbst (Ende 1. Semester). Ich habe mich nur ein wenig darüber gewundert, dass sie die eine Wand, die sie bereits fertig gestrichen hatte, ein wenig zu lila fand – sie wollte Blau haben. Also, für mich war das blau… Oh, und mein Mitbewohner hat sich bereit erklärt, einen neuen Router zu bestellen. Wir sollten, noch bevor meine Mitbewohnerin und ich wieder in die Uni müssen (mein Mitbewohner ist FH-Student und demzufolge schon ein paar Wochen wieder dabei), wieder anständiges W-Lan haben. So soll es sein.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin