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Monatsarchiv: August 2010

Geschützt: Unter die Erde

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Ferien!

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Heute ist Montag. Das heißt, in drei Tagen ist Donnerstag. Und was heißt das? Ich muss, genauso wie viele andere Heranwachsende, wieder zur Schule. Und was heißt das? Zurück zur Langeweile, zurück zum verzweifelten Versuch, in Englisch-Korrespondenz nicht einzuschlafen. Aber auch zurück zu einem geregelten Leben.

In den Ferien gammele ich. Und zwar nicht zu knapp. Bin ich sonst ein richtiger Frühaufsteher, schlafe ich in den Ferien gerne mal bis zwölf Uhr mittags. Von der Körperpflege wollen wir gar nicht erst reden. All dem konnte nur die örtliche Uni ein Ende setzen. Mein Freund musste in den „Semesterferien“ ein Praktikum ableisten, sodass ich montags bis freitags immer um sieben geweckt wurde. Spitze.

Und das war nur eine der dummen Sachen, die sich in den letzten fünfeinhalb Wochen ereigneten und mich dazu verleiten zu denken, dass die Ferien eigentlich kacke waren. Ich möchte an dieser Stelle mal eine kurze Aufstellung machen:

– Ich hab fürs Schwimmen für drei Stunden mein Lippenpiercing entfernt, woraufhin das Loch zuwuchs

– Ich hatte einen Ausbeuterjob im Supermarkt, in dem ich es bereits nach zwei Einsatztagen nicht mehr aushielt

– Dieser Job war einer der Gründe dafür, dass ich auf meiner eigenen Geburtstagsparty fast einnickte vor Müdigkeit

– Das Paket meiner Oma kam aufgrund total unfähiger Postangestellter nicht bei mir zu Hause an

– Ich wurde operiert

Und noch viel mehr. Aber es war ja trotzdem ganz witzig. Ich hab mehrere Ausflüge gemacht, unter anderem nach Hamburg. Wirklich schöne Stadt. Obwohl wir kreuz und quer durch die Stadt fahren mussten, um vom Hauptbahnhof zu den Landungsbrücken zu kommen.

Kurz, bevor die Sommerferien zu Ende sind, überlege ich mir immer, wie es sein wird, wenn ich zurückkomme.  Wahrscheinlich ist leider der Status Quo. Ich hoffe, dass das Unterrichtsthema nach den Ferien im mündlichen Unterricht nicht mehr Arbeitslosigkeit ist. Ich würde sonst an die Decke gehen.

Der Begriff Unterschichtenfernsehen ist sicher vielen Menschen bekannt. Menschen mit einem furchtbaren Soziolekt („Isch fick disch, Alta!“) präsentieren ihr ätzendes Leben, sind stolz darauf, einen Job abzulehnen, weil sie lieber von Hartz IV leben und so weiter. Ist natürlich nicht real. Aber leider gibt es einige in meiner Klasse, die denken, alle Arbeitslosen sind so.

Mal schauen, wie sich der Unterricht nach den Ferien gestaltet. Bis dahin fülle ich meine letzten Stunden in Freiheit mit viel Schlaf, massenweise ungesundem Essen, noch mehr Internet und DVDs als Pausenfüller aus. Viva la feria.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin