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Monatsarchiv: Oktober 2012

Aus aktuellem Anlass

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Ich studiere Politik und Pädagogik. Mein Berufswunsch ist Journalistin. Politik studiere ich, um das Hintergrundwissen für die Journalismusbranche zu kriegen. Pädagogik studiere ich, weil Politik an meiner Universität nur als 2-Fach-Bachelor angeboten wird und ich die Pädagogikvorlesungen sehr interessant fand. 2-Fach-Bachelor bedeutet, dass man zwei Fächer studiert und dann den Abschluss namens Bachelor macht. Für Politik braucht man mehr Hintergrundwissen als die Verfassungen der Länder, mit denen man zu tun hat. Politikstudenten werden nicht automatisch Politiker und Pädagogikstudenten werden keine Lehrer, außer sie wollen später mal Pädagogik an Schulen unterrichten, aber das ist ein eigener Studiengang. Bachelor ist der erste akademische Grad, der an einer Hochschule erworben werden kann und eine Regelstudienzeit von meist sechs Semestern hat.

(Ich sollte mir ein T-Shirt mit dem Text drucken lassen.)

Mit akademischen Grüßen

Die Kitschautorin

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Einführungswoche

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Wie aufmerksame Leser bereits wissen, mache ich zurzeit ein Praktikum bei einem örtlichen Radiosender. Für diese Woche habe ich mich mit meinem Chef drauf geeinigt, dass ich zwei Tage beim Sender und zwei Tage in der Uni bin. Ich möchte jetzt von meinen Erfahrungen bei Letzterem berichten.

Erster Tagesordnungspunkt am Dienstag war die Sprechstunde mit einem Pädagogikdozenten.

1.) Ich hatte verpeilt, mir den Raum und das Gebäude aufzuschreiben, in dem besagte Sprechstunde statt fand.

2.) Ich ging auf gut Glück in ein Gebäude und fragte, wo die Sprechstunde sei. Mir wurde erklärt, wo die Pädagogen sitzen.

3.) In einem anderen Gebäude fragte ich noch mal nach, wohin ich muss. Die nette Psychologiestudentin erklärte mir, wo ich einen Computerraum finden konnte (auch sehr wichtig zu wissen, wirklich!). Dort ergoogelte ich mir, wohin ich musste.

4.) Dort angekommen, informierten mich die netten Leute von der Fachschaft Erziehungs- und Kulturwissenschaften darüber, dass ich zum Erstsemesterfrühstück in Gebäude XY müsse.

Das fängt ja nett an, dachte ich. Ich erfuhr dort aber schließlich alles, was ich rauszufinden beabsichtigt hatte, und kam sogar in den Genuss eines Schokokussbrötchens. (Klingt schräg, schmeckt aber super.)

Nach dem Erstsemesterfrühstück der Pädagogen ging ich schon wieder essen, und zwar diesmal in die Mensa, mit einigen Erstsemesterstudenten des Fachbereichs Sozialwissenschaften. Die Mensa wurde nicht zu Unrecht mehrmals ausgezeichnet. Danach fuhr ich kurz nach Hause, um für eine Informationsveranstaltung zum Studiengang Politik wiederzukommen. Die war aber nicht sehr informativ.

Heute schließlich war die zentrale Begrüßungsveranstaltung für Erstsemesterstudenten. Zwei Freunde von mir sind mitgekommen, weil man dort Unmengen an Gratiszeug abstauben kann. Ich möchte an dieser Stelle aufzählen, was ich bekommen habe:

– ein Heft über Unnützes Wissen

– einen Walnussknacker

– vier Kondome

– vier Aufkleber (davon drei vom Schwulenreferat der Uni. Mein Favorit: I ❤ Penis.)

– 16 Gutscheine

– zehn Gratispostkarten

– neun Tüten mit Gummibärchen

– vier Bonbons

– ein Tütchen mit Erdnüssen

– zwei Stück Traubenzucker

– vier Luftballons

– drei Post-it-Blöcke

– einen normalen Block

– elf Stifte

– zwei Lesezeichen

– eine Ausgabe des Neuen Testaments

– einen Taschenspiegel

– einen Radroutenplan

– eine Haarspülungsprobe

– Kekse von der Islamischen Hochschulgemeinde

– einen Bierdeckel von Amnesty International

– drei Schlüsselanhänger (einer dient als Zahnseidenspender, ein anderer als Flaschenöffner)

– ein Päckchen Kaugummi

– ein Brillenputztuch

– eine Plastikhülle für den Studentenausweis o.ä.

Ich würde mal sagen, es hat sich gelohnt, dahin zu gehen. Nächstes Jahr mache ich das wieder – wie meine anderen Freunde.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin