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Monatsarchiv: Juli 2017

Meine Hausarbeit und der WDR

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Ich studiere immer noch. Wenigstens scheint sich das Ganze langsam mal dem Ende zuzuneigen (hoffe ich). Für mein Seminar „Gute Erziehung oder Scheitern am System?“ muss ich eine Hausarbeit zum von mir gewählten Thema „Das Erziehungskonzept in den Lebensborn-Heimen“ anfertigen. Gutes Thema, viel Material. Mir fiel ein, dass es dazu vor Jahren mal einen Fernsehfilm gab, den ich auch gesehen habe. Er heißt „Sie ist meine Mutter“.

Die Hauptperson reist mit ihrer greisen Mutter nach Norwegen, wo sie in einem Lebensbornheim zur Welt kam. Sie will rausfinden, was damals wirklich passiert ist und wie tief ihre Mutter in die Nazipolitik verstrickt war. Man könnte ja nun denken, dass dieser Film gut zu meinem Hausarbeitsthema passt. Auf Twitter fragte ich nach, wo ich diesen Film bekommen könnte, und das Erste Deutsche Fernsehen antwortete mir, dass ich über den WDR einen Mitschnitt beziehen könnte.

Ich mailte also den WDR-Mitschnittservice an. Für einen Film, der 88 Minuten lang ist, möchte man 49 Euro haben. Der Preis ist einfach unverschämt. Aber nicht nur das: Man würde mir den Film „innerhalb von 6 Wochen nach Zahlungseingang“ zusenden. In 6 Wochen ist der 1. September – und ich würde sehr gerne noch dieses Semester fertig werden…

Gut, muss ich also wohl auf den Film verzichten. Oder hat irgendjemand von euch eine andere Idee?

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Religionsunterricht

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Auf Twitter gab es neulich ein Gespräch über Religionsunterricht.

Bis jetzt stimmen fast 80 Prozent mit „Es wurde offen diskutiert“ ab. Ich muss sagen (ich habe auch gesagt), das Ergebnis überrascht mich.

Beim Religionsunterricht auf meinem Gymnasium (egal, in welcher Konfession) galt: Wer dem Lehrer nicht passt, bekommt schlechte Noten. Mein heutiger Mann hatte im katholischen Religionsunterricht einen alten Knacker, der einmal in einem Buch den Satz „Die Ehe ist eine Verbindung zwischen zwei sich liebenden Menschen“ durchstrich und „Mann und Frau“ drüberschrieb. Der Lehrer war im Allgemeinen so unbeliebt, dass mein Werte-und-Normen-Kurs in der 12 auf einmal total viel Zuwachs hatte. (Etwas Ähnliches ist drei Jahre zuvor bei meinem Schwager passiert.) Meine beste Freundin, die nicht christlich ist, hat einmal mündliche Prüfung im evangelischen Religionsunterricht abgelegt. Sie hatte den ganzen Stoff korrekt drauf, bekam von der Lehrerin aber trotzdem kein „sehr gut“, weil man eine Konfessionslose ja nicht genauso gut bewerten könne wie eine Gläubige.

Generell kann ich sagen, dass der Unterricht nicht eben dazu geeignet war, Interesse am Glauben zu wecken. Ich hoffe, dass sich das mittlerweile geändert hat. Schreibt gerne eure Meinung zum Thema Religions- (oder von mir aus auch Ethik-)Unterricht in die Kommentare, ich freue mich.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin