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Monatsarchiv: Juli 2014

Kuchenesszwischengedanken

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Die Mutter meines Freundes hatte diese Woche einige Nachbarinnen zum Kaffee eingeladen und weil es lecker Nuss-Marzipan-Torte gab, saß ich dabei.

Im Wesentlichen drehten sich die Gedanken, die ich bei diesem Essen hatte, um zwei Themen:

1.) Ich möchte nie wieder auf dem Dorf leben. Ich habe Angst, dann nichts Interessantes mehr zu erleben. Der ewige Klatsch und Tratsch hat mich auch genervt. Und bei meinen (Schwieger-)Eltern im Haus zu leben, so wie eine der anwesenden Damen, geht schon gar nicht. Ich würde mich total eingeengt fühlen. Die Frau hat übrigens auch ein kleines Kind. Und wenn mein Freund und ich mal zusammen Kinder haben, will ich mir weder von seinen noch von meinen Eltern bei der Erziehung reinreden lassen.

2.) Eine andere anwesende Dame feiert bald Silberhochzeit (was übrigens auch der Grund fürs Treffen war) und bei der Planung für so ein Fest kann verdammt viel schief gehen. Mich interessierte das ganze Gespräch nicht so ganz, ich horchte aber auf, als eine Frau erzählte, dass die Soundso jetzt ja auch ihre *Pause* Frau *Augenbrauen oben* geheiratet habe und da habe das Restaurant ja die Reservierung versemmelt. Ich hörte und sah ganz genau hin. Irgendwo Anzeichen nahender Homophobie? Da muss man ja einiges befürchten, wie aufmerksame Blogleser wissen. Es ging dann nur darum, wie die frisch Verpartnerten die Planungsschwierigkeiten bewältigt haben. Das war gut. Aber wer weiß, worüber die geredet haben, als ich nicht mehr dabei war. Vielleicht hat sich die Mutter meines Freundes auch nur zurückgehalten, weil sie bereits wusste, wie ich vermutlich reagiere. Naja, vielleicht ist das auch nur Überinterpretation.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Die Kette

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Es ist eine halbe Ewigkeit her. Ich sitze im Bus, mir gegenüber sitzt ein alter Mann und er schenkt mir eine Kette. Einfach so. Ich denke mir nicht viel dabei und lege sie zu Hause weg.

Eine halbe Ewigkeit später sitze ich am Laptop, lese den Wikipedia-Artikel über Gebetsketten, weil ich mir einen Rosenkranz kaufen möchte, und sehe dieses Bild.

„Tespih fcm“. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0-de über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tespih_fcm.jpg#mediaviewer/Datei:Tespih_fcm.jpg

„Tespih fcm“. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0-de über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tespih_fcm.jpg#mediaviewer/Datei:Tespih_fcm.jpg

 

Sie sieht fast genauso aus, nur in schwarz. Wo auch immer er ist: Danke an den Schenker.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Eine Hochzeit, die ist lustig, eine Hochzeit, die ist schön

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Am Wochenende konnte ich der Reihe “Erste Male” zwei weitere Punkte hinzufügen. Ich war zum ersten Mal in Baden-Württemberg und zum ersten Mal auf einer kirchlichen Hochzeit.

Der Cousin meines Freundes lebt mittlerweile in dem Bundesland, wo sie alles außer Hochdeutsch können. Und er ist dort als Unternehmensjurist tätig. Mit anderen Worten: Er hat ziemlich viel Asche. Und so konnte er sich eine epische Hochzeit in einem ehemaligen, auf einem Berg gelegenen Kloster und einen mehrmaligen deutschen Grillmeister auf der Feier leisten. Beides nicht zu verachten. Die Fotos von der Stiftskirche findet ihr auf Flickr.

Ich habe ja ein Herz für Kirchengebäude und deren Architektur und habe ziemlich viele Bilder verknipst (an dieser Stelle noch mal vielen Dank für die Kamera zum Geburtstag). Mein Freund meinte aber, der ganze Prunk stoße ihn ein wenig ab. Und das konnte ich auch wieder nachvollziehen. Muss auch nicht unbedingt sein. Auch schlichte Kirchen sind schön, zum Beispiel die, in der ich getauft wurde.

Untergebracht war ich in einer Ferienwohnung, die ganz schnuckelig war, allerdings von den diversen Hinweisen überall stark an die Simpsons-Folge erinnerte, wo die Simpsons in Ned Flanders’ Haus sind. Und überall standen Bücher darüber rum, wie schlecht Erdstrahlung doch ist. Merkwürdigerweise konnte ich in dem Haus nicht so gut schlafen wie zu Hause – hat mir die Erdstrahlung etwa gefehlt? Und das Bett hält nicht besonders viel aus.

Quelle: forums.crackberry.com

Insgesamt war das Wochenende klasse, nur habe ich jetzt genug von langen Autofahrten, der Lieblingsmusik der Fahrer und meckernden Müttern.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin