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Monatsarchiv: März 2013

Ein vorlesungsfreier Tag

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Es gibt nette Dozenten und es gibt merkwürdige Dozenten. Den netten Dozenten habe ich heute in der Uni aufgesucht, weil ich eine Unterschrift von ihm brauchte. Er geht nächstes Semester in Elternzeit, also in ein paar Tagen, und wenn sein Büronachbar Recht hatte, ist er dort sogar schon. Und ich hatte keinen Termin. Trotzdem hat er sich bereit erklärt, sich um den Eintrag im Studienbuch zu kümmern. Dienstag kann ich es mir wieder abholen.

Der merkwürdige Dozent ist Teil einer Doppelspitze, die die Kombiveranstaltung “Einführung in die Politikwissenschaft” und “Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für PolitikwissenschaftlerInnen” anführt. Er hat jetzt alle Texte, die wir in dieser Kombiveranstaltung schreiben mussten, korrigiert hochgeladen. Was daran merkwürdig ist?

1.) Die Texte liegen in einer einzigen PDF-Datei vor, die 408 Seiten lang ist.

2.) Das Inhaltsverzeichnis ist so unkonkret geschrieben, dass es bei der Suche nicht weiterhilft. Da steht bspw. im Unterkapitel “Sitzungsprotokolle vom 4. Dezember” einfach zig Mal “Sitzungsprotokoll”.

3.) Die Texte sind anonymisiert (nicht einmal eine Matrikelnummer steht dabei) und totkorrigiert, sodass ich mein Sitzungsprotokoll bislang nicht einmal an den Formulierungen wiedererkannt habe.

4.) Die Korrekturen zu meinem wissenschaftlichen Kurztext sind lächerlich. Ich spiele im Besonderen auf zwei Kritikpunkte an. Ich solle doch mehr Offline-Quellen verwenden. Tolle Idee beim Thema “Wahl-o-mat”. Und das Allertollste: Der Dozent rügte meine Schreibweise des Wortes “Wahl-o-mat”. Wenn einem sonst nix einfällt…

Was ich sonst noch so gemacht habe? Ich habe meine neue Mitbewohnerin kennen gelernt. Sie ist sehr nett. Außerdem ist es cool, jemanden in der Bude zu haben, der mit dem Studium genauso weit ist wie man selbst (Ende 1. Semester). Ich habe mich nur ein wenig darüber gewundert, dass sie die eine Wand, die sie bereits fertig gestrichen hatte, ein wenig zu lila fand – sie wollte Blau haben. Also, für mich war das blau… Oh, und mein Mitbewohner hat sich bereit erklärt, einen neuen Router zu bestellen. Wir sollten, noch bevor meine Mitbewohnerin und ich wieder in die Uni müssen (mein Mitbewohner ist FH-Student und demzufolge schon ein paar Wochen wieder dabei), wieder anständiges W-Lan haben. So soll es sein.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Die Welt ist toll und alle sollen es wissen

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Seit einiger Zeit sammle ich gute Sachen, die in meinem Leben passiert sind, in meinem privaten Tagebuch. Einige davon möchte ich jetzt mit euch teilen.

– Einer der Fernsehkritik-TV-Admins hat mir zwei Tage Couch-Laufzeit (wer wissen will, was das ist: http://couch.fernsehkritik.tv/) geschenkt, damit ich die Folge, die am nächsten Tag erschien, direkt zum Couch-Erscheinungstermin sehen konnte. Zwar hatte ich das Geld, um auf die Couch zu kommen, bereits überwiesen, die Überweisung war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht da – das kam erst ein paar Tage später. (Danke noch mal!)

– Mein Vater hat sich über das kleine Geschenk gefreut, das ich ihm anlässlich seines Geburtstages geschickt habe.

– Eine Freundin von mir hat mir ihre Hilfe bei der Recherche und Eintragung von Erziehungswissenschafts-Modulen angeboten und erteilt.

– Ich war mit der Clique beim Eislaufen, musste aber früher weg. Zuvor hatten wir ein paar Kekse für den Besuch gekauft, die wir dann nebenbei naschen wollten. Weil ich früher wegmusste, nahm ich nicht mehr am Keks-Essen teil. Sie haben ein paar besonders leckere Kekse für mich aufgehoben.

– Ich habe grünes Pesto (Nougatringe auch) selbst gemacht und es hat geschmeckt.

– Ich habe alle Prüfungen dieses Semesters bestanden, und zwar keine schlechter als 2,7.

– Ich habe für nur 10 Euro einen Kinosessel gekauft, den das Kino um die Ecke ausgemustert hat.

– Mein Freund hat mich mit leckeren Pfannkuchen überrascht.

– Die Züge auf der Fahrt Ossiland – Heimat waren pünktlich, und das trotz des ganzen Schnees, der damals Deutschland überfiel.

– Einer meiner Kollegen hat mir in den Mantel geholfen, als ich ging.

– Mein Freund und ich waren auf dem Frühlingsjahrmarkt und es hat irre viel Spaß gemacht. Im Zug haben wir überraschend meine beste Freundin getroffen und ich habe sie auf eine heiße weiße Schokolade im McCafé am Bahnhof eingeladen.

– Die Mitbewohnersuche war erfolgreich.

Das Ziel dieser Liste war, dadurch etwas besser draufzukommen. Und es hat geklappt. Schon als ich diesen Blogeintrag erstellte, musste ich wieder lächeln.

Zum letzten Punkt der hiesigen Liste: Mir ist aufgefallen, dass ich ab Montag zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren wieder mit einer Frau zusammenleben werde. Aber es wird wohl nicht so stark anders sein als jetzt. Zumindest in punkto Bad blockieren, das können Männer auch hervorragend. Nur im Bad wird in Zukunft vielleicht mehr Makeup stehen.^^

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Was willst du mal werden?

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Im Channel #sex tauchte gerade ein Sechzehnjähriger auf, der verkündete, seine Eltern würden ihn zwingen, in die Schule zu gehen, er selbst würde lieber abbrechen und Rapper und Musikproduzent werden. Er wisse selbst nicht, wie groß seine Erfolgschancen letztlich seien, aber er wolle es unbedingt und er habe ja auch einige Fans auf Facebook. Übrigens hatte er schlechte Noten, vermutlich, weil er, wenn er lernen muss, immer von Musik ablassen muss und das wolle er nicht.

Mal sehen, wie sich seine Karriere entwickelt. Vermutlich wird er aber eher nicht der nächste Star am Hiphop-Himmel. Wie dem auch sei, ich musste durch die Geschichte an meine Berufswünsche denken und was ich dafür getan habe. In der Schule war ich seit Beginn der Pubertät nicht mehr besonders gut. Das Einzige, was ich wirklich gern machen wollte, war, Journalistin zu werden. Ich habe aber kaum was dafür getan. Ich wollte zwar eigentlich immer studieren, aber in der 13. Klasse ging ich trotzdem erst einmal auf Ausbildungssuche, weil ich dachte, es wäre nicht schlecht, erst etwas Geld zu verdienen. Ich fand keine Ausbildungsstelle und überlegte, was ich bloß machen sollte – ich hatte keinen Plan. Da sah ich das Plakat der Sprachschule. Ich dachte: Hey, du hast doch immer gern übersetzt und du kannst es auch! Also meldete ich mich da an. Einer der größten Fehler meines Lebens. Als die drei Jahre fast rum waren, ging ich wieder auf Stellensuche. Aber ich fand nichts und die Lust, in irgendeinem Unternehmen als Sachbearbeiterin mein Dasein zu fristen, war auch nicht mehr da. Also bewarb ich mich an der Uni und wenig später bei einem Radiosender. Beide Gesuche waren erfolgreich – ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon eine Weile als freie Mitarbeiterin bei einem Verlag gejobbt. Mittlerweile bin ich auf einem guten Weg und voll glücklich.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe schon versucht, etwas “Rechtes” zu lernen, aber auch etwas, das mir Spaß macht. Jedenfalls würde ich mich nicht allein darauf verlassen wollen, dass ich irgendwann als Schriftstellerin entdeckt werde. Oder als Rapperin.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Du bist, was du isst

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Den Spruch aus dem Titel sollte jeder von euch kennen. Vor gut einer Woche habe ich darüber intensiv nachgedacht und mich gefragt, was das, was man isst, über einen aussagt. Deswegen habe ich eine Woche lang ein Esstagebuch geführt, das ich nun mit euch teilen möchte.

Sonntag: zwei helle Toasts mit Leberwurst und Gouda, Schnitzel mit Pilzsoße und Gnocchi, zwei Nougatringe, zwei helle Toasts mit Kräuterfrischkäse und Scheiben-Weichkäse bzw. Sahne-Schmelzkäse und Salami

Montag: zwei helle Toasts mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwurst, eine Banane, ein Teller Makkaroni mit Tomate-Sahne-Soße, eine Scheibe Mischbrot mit Salzbutter, Salami und Tomatenmark, eine Schüssel Vanillepudding, eine Scheibe Mischbrot mit Sahne-Schmelzkäse

Dienstag: zwei Scheiben Mischbrot mit Kräuter-Schmelzkäse und Scheiben-Weichkäse, ein Apfel, eine Schüssel Reis mit Erbsen, Möhren und Tomatenmark, ein Kirschjogurt, ein halber Nougatring, eine Scheibe Mischbrot mit Sahne-Schmelzkäse und Schinkenwurst

Mittwoch: ein helles Brötchen mit Salzbutter und Gouda, ein belegtes Käsebrötchen mit Butter, Remoulade, Salami, Käse, Salat und Tomate, ein paar Schokokeksröllchen, ein Teller Nudeln mit rotem Pesto, vier Pfeffernüsse

Donnerstag: zwei Scheiben Körner-Mischbrot mit Kräuterfrischkäse und Gouda, zwei Teller Nudeln mit rotem Pesto, neun Pfeffernüsse

Freitag: zwei Scheiben Körner-Mischbrot mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwurst, zwei Teller Nudeln mit grünem Pesto, fünf Pfeffernüsse, zwei Schüsseln Chips der Geschmacksrichtung Cheese & Onion

Samstag (heute): zwei helle Toasts mit Butter und Nutella, ein Teller Nudeln mit Tomatensoße und Hartkäse, eine Schüssel Reis mit Hackfleisch, Mais, Erbsen und Paprika

Was sagt es über mich aus, dass ich all diese Sachen gegessen habe? Einen kleinen Effekt hatte das Führen eines Esstagebuchs allerdings: Ich wusste, dass das, was ich aß, irgendwann online stehen wird, also habe ich versucht, mich etwas zu zügeln. Davon unabhängig habe ich versucht, ein wenig Abwechslung in meinen Speiseplan reinzubringen. Mein absolutes Lieblingsgericht, Nudeln, habe ich mit verschiedenen Soßen gegessen. Einige Sachen wie das Schnitzel habe ich nur gegessen, weil die Mutter meines Freundes sie zubereitet hat. Nicht, dass ich diese Sachen nicht mag, aber selbst würde ich sie mir nicht unbedingt machen. Die Nougatringe waren selbstgemacht (welch harte Arbeit…). Die Schokokeksröllchen stammten von der Infotheke des Radiosenders, bei dem ich arbeite. Und die Pfeffernüsse waren ein Sonderangebot im örtlichen Supermarkt. Passte auch gut zum Wetter, seufz.

Soweit meine kulinarischen Erfahrungen der letzten sieben Tage. Fühlt euch frei, eure mit mir zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kitschi hat ferngesehen

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(Juhu, “Kitschi” wird von der Windows-Live-Writer-eigenen Rechtschreibkontrolle als falsch angestrichen.)

Vor genau zwei Wochen saß ich schon einmal gegen viertel nach acht vorm Fernseher, um “Vorfahren gesucht” einzuschalten. Damals ging es um die Kelly-Family. Ich war höchst interessiert, als ich erfuhr, dass es zwei Wochen später eine Sendung mit Hugo Egon Balder geben würde, also schaltete ich erneut ein.

Man hat viele interessante Sachen über die Familie des Entertainers erfahren. Und die Geschichte der Familie Balder ist alles andere als schön. Seine Großmutter, seine Eltern, seine Brüder und die erste Frau seines Vaters wurden von den Nazis verfolgt, weil sie jüdisch bzw. mit einer Jüdin verheiratet waren. Letztgenannte Person ist in einer Nervenheilanstalt gestorben. Die Großmutter, die Mutter und ein Bruder waren in Theresienstadt (und haben Gott sei Dank überlebt).

Es war sehr merkwürdig, in Bezug auf den Menschen, der einen jahrelang in einer Comedy-Ratesendung mit seinen Witzen unterhalten hat, mit solch einem ernsten Thema konfrontiert zu werden. Balders Großmutter liegt auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, über den ich, als ich im Sommerlager war, eine interessante Dokumentation gesehen habe. Die Verwandten konnten der Beerdigung damals nicht beiwohnen aufgrund der Berliner Teilung (es war kurz nach dem Mauerbau). Als Hugo Egon Balder auf dem Friedhof das Grab seiner Oma suchte, erzählte der Sprecher auch, woher der Brauch mit den Steinen auf dem Grabstein kommt – früher wurden die Grabhöhlen mit Steinen verschlossen. (Wie bei Jesus.) Ich wollte immer schon mal wissen, woher der Brauch kommt. Ich finde ihn gut.

Bevor es an die Familienforschung ging, wurde über den Mann, der seine Familiengeschichte erforschen wollte, berichtet. Herr Balder ist ja im Besonderen bekannt für seine Sendung Tutti Frutti. Er sagte darüber: “Heute würde sich dafür keiner mehr interessieren. Solange keine Hartz-IV-Empfänger vorgeführt werden, ist das doch nicht interessant.”

Ich fand die Sendung sehr interessant und kann sie, falls der eine oder andere eventuell vorhat, sie in der Mediathek zu gucken, nur empfehlen.

Mit nachdenklichen Grüßen

Die Kitschautorin

Interview mit einem Vam… äh, Freund

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Ein guter Freund von mir hatte mich um ein Gespräch gebeten, das sich um ein ihm sehr am Herzen liegendes Thema dreht. Da meine Freunde mir sehr wichtig sind, komme ich bei ihm vorbei. Als ich seine Küche betrete, steht eine dampfende Tasse grüner Tee auf seinem Tisch. Er bietet mir auch eine an, ich lehne aber dankend ab, da ich keinen Tee mag.

Kitschautorin: Also gut, dann bitte ich dich, mir kurz zu schildern, was in den letzten Tagen vorgefallen ist. *zieht Augenbrauen hoch*

Raphael: *denkt nach* Hm, wie soll ich das erklären … also, da unterhält man sich nichtsahnend mit flüchtigen Bekannten über Sex, und prompt wird man angegraben. *setzt ein genervtes Gesicht auf* Dazu muss man wissen, dass ich bei einem normalen Gespräch zunächst keine Hintergedanken habe. Und dann dementsprechend erst mal nicht weiß, wie man auf so was reagieren soll. Was würdest du in so einer Situation tun, Kitschautorin?

Kitschautorin: *denkt kurz nach* Ich würde dieser Person freundlich sagen, dass ich nichts von ihr will. Was ist denn bei dir als Nächstes passiert?

Raphael: Das habe ich getan, hat aber wenig genützt. Dafür hatte ich dann plötzlich einen virtuellen Kuss auf meiner Backe…

Kitschautorin: *verwirrt* Ein virtueller Kuss auf deiner Backe? Wie hab ich mir das vorzustellen?

Raphael: Ach, es war halt virtuell in einem Chat, aber schon verstörend genug. Da kam dann so etwas wie: “Ich steh‘ auf ehrliche Männer” und eine eindeutige Einladung zum Cybersex – auf die ich natürlich nicht eingegangen bin. Betrifft das nur Frauen, oder sind auch manche Männer so aufdringlich?

Kitschautorin: In meinem Chat traf ich mehrere Male auf Wesen, die ein Nein nicht akzeptierten, und auch ein Freund von mir musste erst mit der Holzhammermethode drauf gestoßen werden. *zieht Augenbrauen hoch*

Raphael: Ich frage mich nur, was man im Vorfeld tun könnte, um solche Situationen zu vermeiden. Ich fände es sehr schade, in Zukunft auf teilweise sehr interessante Gespräche zu verzichten, bloß um niemanden zu “ermutigen”. Wenn ich mit jemanden ein Gespräch über Sex führe – virtuell – geht es mir zunächst einfach darum, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Und neugierig bin ich natürlich auch … *zwinkert* Aber nicht auf mehr aus.

Kitschautorin: *seufzt* Das kenne ich ja so gut, als Besitzerin eines IRC-Channels namens “sex”.

Raphael: Bereust du es, diesen Channel zu haben? Das klingt, als hättest du bereits mehrere schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Kitschautorin: Ich bereue es nicht, auch wenn es manchmal echt nervige Leute dort gab.

Raphael: Nur Männer – oder war es eher gemischt?

Kitschautorin: Ich schätze, es waren Männer. Oder pubertierende Jungs, die ihre Geilheit abbauen wollten. *zieht Augenbrauen hoch* Ich hatte auch mal ne religiöse Eifererin da, aber das ist ein anderes Thema.

Raphael: In Ordnung. Aber wenn du den Channel nicht aufgegeben hast, musst du dort auch einige positive Gespräche geführt haben. Das gibt mir die Hoffnung, dass normale Gespräche über Sex möglich sind, und ich einfach nur den falschen Gesprächspartner erwischt habe.

Kitschautorin: Das ist sicher möglich, mit den meisten Leuten kann ich mich auch normal unterhalten.

Raphael: *lächelt* Das Thema Sex ist ja zunächst weit gefasst. Gibt es Tabuthemen, die ihr nicht ansprecht, oder ist der Chat zunächst offen für alles?

Kitschautorin: Er ist offen für alles. Was ich dort allerdings nicht haben möchte: Homophobie. Oder so abartige Sachen wie Nekrophilie, aber das ist Gott sei Dank noch nicht vorgekommen.

Raphael: Und was ist mit anderen Sachen? Wenn jetzt zum Beispiel jemand mit einem Fetisch eine Diskussion anfangen würde, oder jemand unbedingt seine Bondageerfahrung heraus posaunen möchte? *zieht Augenbrauen hoch* Aber es ist gut, dass du dort keine Homophobie zulässt, das halte ich selbst auch für sehr wichtig.

Kitschautorin: Wichtig ist, dass sich niemand belästigt fühlt. Wenn das erfüllt ist, ist alles ok.

Raphael: Vielen Dank für unser Gespräch, jetzt fühle ich mich gleich viel besser. Den virtuellen Kuss lasse ich als Verabschiedung mal lieber – nachher gibt es ein Déjà-vu in der Matrix. Dieses “ich stehe auf ehrliche Männer” hallt bei mir immer noch unangenehm nach. *lacht*

Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt? Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Fühlt euch frei, eure Erfahrungen mit mir zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 20

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http://taz.de/Schoenheitssalon-Monaco-Princesse/!112991/

Im Teaser des taz.de-Artikels steht: “Die Kritik daran ist groß”. Das kann ich mir gut vorstellen. Es fängt damit an, dass der Schönheitssalon von oben bis unten pink ist. Selbst wenn es das ist, was die Zielgruppe mag (was man ja auch hinterfragen kann) – davon bekommt man ja Augenkrebs. Aber wenn das das geringste Problem wäre… Julias Vater war der einzig Intelligente, der im Artikel auftauchte. Er wollte da raus. Ich hoffe, er setzt sich irgendwann gegen seine Partnerin durch, die die kleine Julia zu einer verdammten Prinzessin heranzüchten möchte. Ich habe ja nichts dagegen, wenn sich Frauen aufstylen, aber der Salon richtet sich an Mädchen ab fünf Jahren. Meine Mutter hat mir kein bisschen Schminke erlaubt, als ich ein Kind war, und jetzt verstehe ich das durchaus. Ich finde dieses Geschäftskonzept aus zwei Gründen fürchterlich:

1.) Kinder sollten in dem Alter spielen und toben können.

2.) Es ist einfach falsch, Mädchen auf Schönheit und Oberflächlichkeit zu trimmen. (Das gilt für Jungs natürlich genauso.)

Ich will die ganzen Mütter gar nicht kennen, die laut der Salonbesitzerin zuhauf in den Laden rennen, um ihre Töchter zu verziehen. Wenn ich lese, was Patricia und ihre fünf- und siebenjährigen Töchter da verzapfen, wird mir übel. Solche Mütter sollten keine Kinder erziehen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin