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Schlagwort-Archive: freundeskreis

Grübeln, Gesundheit und gute Freizeitaktivitäten

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Tagesordnungspunkt 1: Grübeln

Ich habe neulich mal wieder „Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen“ von Nadia Bolz-Weber gelesen. In dem Buch redet sie ziemlich viel über Feindesliebe – etwas, über das ich selbst ziemlich viel nachgrüble. Es ist ja schon irgendwie wichtig, seine Feinde zu lieben. Aber wie weit soll das gehen? Neulich war ich an einem Punkt, wo meine Feindesliebe, wenn man das so nennen mag, ihre Grenzen erreichte. Seit einiger Zeit mache ich bei einer Art Online-Gebetsgemeinschaft mit und konnte so einige Kontakte sammeln… darunter auch ein erzkonservativer Katholik, der ständig durch komische Tweets auffällt. Es gab so einiges, was ich blöd fand. Neulich aber hat derjenige in einem Tweet alle Atheisten beleidigt. Somit auch meine ganze Familie, was ich ihm schrieb. Er antwortete, meine Familie würde das schon überstehen und es gebe ja Meinungsfreiheit. Da konnte ich nicht mehr.

Tagesordnungspunkt 2: Gesundheit

Mein Körper ist ein bisschen merkwürdig. Vorgestern hatte ich eine so starke Magenverstimmung, dass ich sicherheitshalber die 112 angerufen habe. Gestern gabs nur noch ein wenig Bauchgrummeln und heute ist alles wieder weg.

(Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vor genau einem Jahr schon mal Magenprobleme wegen Essen hatte. Ich hoffe, das wird jetzt nicht zur Tradition.)

Wegen meines doofen Magens musste ich vorgestern das Ju-Jutsu-Training ausfallen lassen, zu dem ich seit zwei Monaten gehe. Letzte Woche gab es da schon Probleme, weil ich eine Kerze versucht und mir dabei ordentlich die Arme gezerrt habe. Ich unsportliches Ding!

Darüber hinaus, vor zwei Wochen:

Mittrainierende: Ach du Scheiße, was hast DU denn da?

In diesem Augenblick erblicke ich einen kleiner-Finger-großen, buntschillernden Fleck an meinem Oberschenkel.

Ich: Hier, guck mal!

Trainer: Ach du Scheiße, wie ist DAS denn passiert?

Ich: Könntest du beim letzten Training gewesen sein.

Trainer: Ouuuuh!

Tagesordnungspunkt 3: (noch mehr) gute Freizeitaktivitäten

Letztes Wochenende bekam ich die Gelegenheit, einen Escape Room zu besuchen. Es war wirklich unterhaltsam. Wir waren 60 Minuten in einem Raum eingesperrt und mussten unter Zuhilfenahme des Raumes versuchen, uns daraus zu befreien. Viel mehr darf ich jetzt nicht dazu sagen und zumindest bei dem Veranstalter, den ich genutzt hatte, darf ich auch nie wieder in diesen einen Raum rein. Aber es ist sehr gut und ich kann es jedem nur empfehlen.

Heute Abend werde ich arabisch essen und freue mich schon darauf. Inspiriert wurde ich dazu von meiner Arbeit, auf der es innerhalb von drei Tagen zwei Mal überraschend arabisches Essen gab. Und es ist so lecker!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Eheringe. BÄM!

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Tagesordnungspunkt 1: Eheringe

Manchmal denkt man auch über die kleinen Dinge des Lebens nach. Vor allem, wenn man sich gerade um Wichtigeres kümmern sollte. Heute saß ich mit meiner Chefin, einer Kollegin und einer externen Person in einer Besprechung. Und während wir so vor uns hinbesprachen, bemerkte ich: Anders als ich trugen die Chefin und der Externe den Ehering links. Es ist ja manchmal so üblich, weil der linke Ringfinger näher am Herzen liegt. Ich hätte es selbst auch so gehalten, aber mein Mann wollte den Ring rechts tragen, haha.

Tagesordnungspunkt 2: BÄM!

Am Wochenende feierte ein guter Freund in seinen Geburtstag hinein und Teil der Party war ein äußerst witziges Spiel namens „Bäm!“ „Bam!“. Grob gesagt geht es darum, vorgegebene Lückentexte mit seinen Spielkarten möglichst witzig auszufüllen. Sehr random. Und manchmal auch sehr unanständig. Ich hoffe, ich kann es bald wieder spielen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Bevor hier alles noch ganz einschläft

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Zunächst mal das Unerfreulichere: Für die Leute, die es noch nicht wissen, ich muss noch mal eine Bachelorarbeit anfertigen. Die Gründe tun hier nichts zur Sache. Aber bis jetzt lässt es sich ganz gut an. Ich habe mit meinem Lieblingsdozenten of all time gesprochen und er hat mich sehr ermutigt. Auch meine Themenidee findet er gut. Es soll um Islamfeindlichkeit gehen. Das Schwierige: Ich darf nichts aus meiner alten Bachelorarbeit verwenden. Aber das kriege ich hin. Ich gehe gerade schon Literatur durch (wen’s interessiert: Yasemin Shooman) und habe so viele Anregungen bekommen. Am Mittwoch habe ich um halb neun morgens einen Termin mit meinem Dozenten, wo wir mein Konzept genauer besprechen und er mir dann auch hoffentlich eine(n) passende(n) Zweitgutachter(in) nennen kann, weil die alte die Uni verlassen hat. Der Termin ist nicht in seiner normalen Sprechstunde, ich finde es toll, dass er ihn für mich freigeschaufelt hat.

Da ich von irgendwas leben muss und der Fahrschule immer noch fröhlich Geld in den Rachen werfe, bin ich auf Jobsuche. Wobei man mittlerweile zu 90 Prozent sagen kann: war. Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, ein Vorstellungsgespräch zu kriegen, und bekam dann lustigerweise eins an dem Tag, der nur alle vier Jahre existiert. Es ist mir auch noch nie passiert, dass mich ein Arbeitgeber ablehnt und ein paar Wochen später anruft, ob ich mal vorbeikommen wolle, es gebe die Option auf eine Teilzeitstelle.

In dem Bereich, in dem ich arbeiten will (Sozialarbeit), gibt es nicht so viele Möglichkeiten, wenn man kein Zeugnis vorweisen kann. (Was ich ja auch irgendwie blöd finde. Natürlich will man keine Neulinge, aber das wäre ich ja auch nicht und meine Noten waren bisher echt nicht schlecht.) Bei der Stelle, auf die ich mich ursprünglich beworben habe, wollte man den Wisch aber. Tja. Umso schöner, dass sich jetzt eine Beschäftigungsmöglichkeit bietet, bei der ich den nicht brauche. Etwas irritierend war nur, dass mein Einsatzort ein anderer sein wird als zunächst angegeben – und es gibt in dem Ort keinen Bahnhof. Aber was soll’s, das werde ich schon überbrücken können und es ist immer noch besser, als blöd und untätig zu Hause herumzuhocken. (Oder darauf zu warten, dass mein letzter Arbeitgeber mir mal einen vernünftigen Vertrag gibt. Ich weiß, die können gerade nicht mehr machen, und die wissen, dass ich nach Längerfristigem suche.)

Mein vermutlich zukünftiger Arbeitgeber möchte, dass ich vorher noch mal den Bürgermeister der Gemeinde treffe, von deren Seite aus geht alles in Ordnung. Klar, das ist ja auch verständlich, der Mann will auch gerne wissen, mit wem er da zusammenarbeitet. Wenn ich das jetzt nicht total vermassle, warum auch immer, sollte ich die Sache eigentlich im Sack haben.

Ich muss jetzt die Wohnung auf Vordermann bringen und duschen, gleich gibt’s nämlich noch Besuch – es geht toll weiter. 😀

Mit den Chinarestaurantbesuch ungeduldig erwartenden Grüßen

Die Kitschautorin

My big fat German wedding

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Schlaf vorher

Bei mir enorm schlecht. Von Monsieur weiß ich allerdings, dass er recht gut geschlafen hat.

Größter Nervositätspunkt

Als meine Eltern und ich schon eine Weile Richtung Ort des Geschehens unterwegs waren und ich meinen Vater bitten musste, das Fenster herunterzufahren, weil mir so schlecht war.

Die Standesbeamtin

Ich habe ja, unter anderem von meinem Fahrlehrer, gehört, dass die Standesbeamten in der viertgrößten Stadt Niedersachsens schrecklich sein sollen – unpersönlich und zickig. Das war in diesem Fall aber gar nicht so. Sie hat uns gefragt, wie lange wir schon zusammen sind, und ein schönes Gedicht rezitiert. Sie sah übrigens auch sehr gut aus, weswegen ein alleinstehender Freund hinterher fragte, ob ich ihn nicht mit ihr bekannt machen kann. 😀

WTF-Moment

Der war nicht bei mir. Schwager Nummer zwei hat sich aber darüber gewundert, was für einen merkwürdigen Wohnsitz ich habe. Ich musste es ihm dann erklären. Gott sei Dank ist diese Kindergeldgeschichte ja auch bald vorbei.

Schönster Moment

Als er Ja sagte. Dass er in seine Rede im Restaurant eine Anspielung auf Al Borland eingefügt hat, war aber auch nicht schlecht.

Rührendster Moment

Die Lieblingstante von Monsieur kam im Trauzimmer zu mir zum Gratulieren und ich konnte deutlich sehen, dass sie Tränen in den Augen hatte.

Ungewöhnlichster Moment

Als ich zum ersten Mal von Monsieur als meinem Mann sprach.

Die Fotografin

Sie hat sehr schöne Bilder gemacht… nur die ersten paar sind vermutlich nicht gut geworden, weil sie uns vorm Tor des Standesamtes haben wollte und da wir mittags geheiratet haben, schien die Sonne genau drauf.

Das Restaurant

Wir haben uns ein mexikanisches Restaurant ausgesucht, in dem wir zuvor schon mit meinen Eltern gespeist haben. Das Hauptkriterium war: Jeder kann oder darf dort essen – mein Vater verträgt weder Gluten noch Jodsalz; in unserem Freundeskreis gibt es Vegetarier und Fruktoseintolerante. Wir haben kein Menü vorgegeben, jeder durfte bestellen, was er wollte. Komplimente gab es vor allem für die Steaks und den einen Nachtisch (Vanilleeis mit Kahlúa). Ich selbst hatte einen Burrito, der sehr lecker war, aber auch scharf. Sehr scharf. Außerdem Nachos mit Guacamole, von denen irgendwie jeder am Tisch was haben wollte.

WTF-LOL-Moment

Mein, äh, Mann und ich wurden von der Fotografin in den kleinen Gang zwischen Standesamt und benachbarter Kirche gebeten, damit wir dort auch noch schöne Fotos machen konnten. Als wir dabei waren, merkte ich, dass ein gewisser Herr, der gut 21 Jahre älter ist als ich, heimlich Fotos aus dem Trauzimmerfenster heraus gemacht hat. 😀

Lustigster Moment

Da gab es viele, aber ich glaube, die Ehre gebührt dem Moment, in dem wir die Glückwunschkarte von Schwager Nummer eins gelesen haben… er hat Homer Simpson zitiert. „Und wenn du dein Essen nicht mehr schaffst, so esse ich es für dich auf.“

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Angeschmiert

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(Danke an meinen großartigen Freund für diese Überschrift.)

Ich glaube, mein Freundeskreis ist in vielerlei Hinsicht atypisch. Und mein Freund ist es auch. Jedenfalls dachte er sich, dass die Mädels mindestens genauso viel Spaß an Paintball haben wie die Jungs, wenn nicht noch mehr. Und so lud er auch die Mädels zu seinem Junggesellenabschied ein. Der dann eher so Polterabendcharakter hatte.

Wir waren in einer sehr großartigen Paintballarena in einem Vorort meiner Heimatstadt. Es war anstrengend, aber auch lustig. Ich bin übersät mit wachteigroßen blauen Flecken, den 1. Preis der Verletzungen hat aber der beste Freund meines Zukünftigen gewonnen (Platzwunde auf der Hand).

Zwischendurch musste ich mal Pause machen, weil man unter den Masken relativ schlecht atmet, aber ich habe versucht, mich durchzukämpfen. Auf dem Feld, wo wir nicht waren, beschossen sich irgendwelche Jünglinge, deren Freundinnen nur zuguckten… und so aussahen, als würden sie nie irgendwas machen, wobei man schmutzig werden kann. Nicht meine Welt.

Irgendwann habe ich auch mal ein Eins-gegen-Eins mit meinem Zukünftigen gemacht… und das Ergebnis war sehr überraschend. Ich habe gewonnen, dabei habe ich das noch nie vorher gespielt 😀

Fazit: Ich würds auf jeden Fall wieder machen, auch wenn’s manchmal wehtut.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Um Himmels Willen

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Ich habe gestern Abend „Um Himmels Willen“ geguckt. Ja, ich weiß, einige werden jetzt sicher die Augen verdrehen (wie ein gewisser guter Freund aus der zweitgrößten Stadt Deutschlands). Normalerweise interessiere ich mich auch nicht für diese Serie. Aber dass ich gestern zum ersten Mal reingeschaut habe, hat einen Grund.

Ein schwuler Galerist wendet sich an Schwester Hanna. Er ist mit einem Pastor liiert und sie müssen ihre Beziehung geheimhalten, weil er sonst seine Gemeinde verliert. Spoiler: Das funktioniert nicht lange, er wird an den Kirchenvorstand verpetzt. Die Folge endet aber gut, weil Schwester Hanna dem Pastor Mut macht und zusammen mit Bischof Rossbauer verhindert, dass der Mann seine Stelle verliert.

Ich fand die Folge großartig. Ich finde es toll, dass hier Figuren aus der katholischen Kirche auftauchen, die einen schwulen Pastor unterstützen. Darunter ein Bischof. Der ein Zitat von Papst Franziskus ausnutzt.

Wenn Gott eine homosexuelle Person sieht, schaut er die Tatsache mit Liebe an oder verurteilt er sie und weist sie zurück?

Ich finde es ein bisschen schade, dass es in der katholischen Kirche nicht mehr Menschen gibt, die so denken wie Schwester Hanna oder Bischof Rossbauer.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Schlechter Service bei Paketzustellern

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Mein Geburtstag ist jetzt drei Wochen her. Ich warte immer noch auf das Geschenk, das mir mein bester Kumpel und seine Freundin zugeschickt haben. Gerade habe ich mal dort angerufen, um zu fragen, ob sie etwas wissen. Es stellte sich heraus, dass nicht die Deutsche Post an der Situation schuld ist, sondern Hermes.

Die beiden sind schon vor meinem Geburtstag dort hin und haben das Paket abgeschickt, es lässt also schon mehr als drei Wochen auf sich warten. Sie bekamen jetzt Bescheid, dass ein Hermes-Paket auf sie wartet, und vermuten, dass das das zurückgeschickte von mir ist. Genaueres wissen sie erst am Montag. Wenn es sich da tatsächlich um meins handelt, wäre das sehr komisch, denn ich habe nicht einmal eine Benachrichtigungskarte erhalten.

Ich wunderte mich sehr über die Situation und mein bester Freund erzählte, dass es schon öfter Probleme mit Hermes gegeben hat. Sie haben ihnen z.B. schon mindestens zehn Mal erklärt, wo sie wohnen, und trotzdem kriegt Hermes es einfach nicht hin, ihnen Sachen ordnungsgemäß zuzustellen. Ich fragte dann, warum sie sich dann für den Zusteller entschieden haben, wenn er doch so mies ist. Antwort: Poststreik. Ich glaube aber, selbst wenn man das miteinberechnet, wäre das Paket schneller dagewesen. Ich habe den beiden erst mal geraten, nicht mehr Hermes zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin